Die Berner CHOO CHOO präsentieren auf ihrem zweiten Album Cannes die Definition von Indiepop, wie er in den letzten Jahren äusserst beliebt war. Die Melodien, von Songwriter Dans angenehmer Stimme vorgetragen, zieren sich nicht vor dem schnellen Gefallen, die Beats laden zum Tanz in der Indiedisco mit melancholisch-lässig gesenktem Kopf. Vorallem die erste Singleauskopplung, It’s a Good Thing, besteht problemlos neben Stücken von Gleichgesinnten wie den Shout Out Louds. Diese gleichberechtigte Stellung ist unter anderem auch den Aufnahmen unter der Leitung von Kalle Gustafsson, der auch schon für Junip, Soundtracks of Our Lives oder Millencollin produzierte, zu verdanken. Die Gitarrenspuren sind clean und wohlig angezerrt; den Boden für deren Offbeatrhythmen oder obligate Müsterchen wird von einem indie-typischen Syntheziser bereitet. Es erstaunt deshalb auch nicht, dass eine solche, erprobte Erfolgsgarantie nicht lange auf den Einzug in diverse Schweizer Radiostationen, darunter auch DRS3, warten musste. Leider sind die Texte etwas flach ausgefallen; aber wenn man tanzen will, fällt das ja nicht weiter ins Gewicht. rh
Nicht selten verlassen Musiker ihre Band, um eigene künstlerische Pfade zu begehen. Brandon Flowers von den Killers oder Julian Casablanca von den Strokes sind jüngste, mehr oder weniger geglückte Beispiele. Der schwedische Singer-Songwriter José Gonzalez wählte den umgekehrten Weg. Erst nachdem er mit seinen Solo-Alben Veneer“ (2003) und „In Our Nature“ (2007) weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurde, machte er sich auf, seine Jugendband wiederzubeleben. (more…)
Im Jahr 2008 konnte sich so ziemlich jeder auf eine Platte einigen: Only by the Night von Kings of Leon gefiel mit wenigen Ausnahmen jedem, der sie hörte – egal, welcher Musikrichtung er sonst angehörte, egal ob kritische oder genügsame Hörerin. Und mit ‚Sex on Fire’ und ‚Use Somebody’ besass die Platte zwei Hitsingles mit beinahe unendlicher Halbwertszeit. Diese Platte bescherte den ¨Strokes of the South¨ denn auch den internationalen Durchbruch und führte die Kings of Leon durch ausverkaufte Stadien. Natürlich ist die Erwartung gegenüber dem Nachfolger enorm; natürlich warteten viele Kritiker darauf, dass sich das Quartett einen Fehler leistete, um dann abschätzig über sie zu urteilen und um sich wieder über den Massengeschmack zu erheben. (more…)
Die Österreicher Francis International Airport haben mit ihrem neuen Album “In The Woods” ein Album geschaffen, das man nicht mehr weglegen möchte. Wunderbare Melodien, die an Death Cab For Cutie erinnern aber trotzdem eine ganz eigene Note besitzen. Ein perfektes Herbstwerk. Reinhören und am besten schon mal vorbestellen.
